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Matten Inhalt Seite
Willkommensworte 2 Plan der Gemeinde 3 Unser Dorf 4 Geschichte 12 Politik 16 Wirtschaft 19 Tourismus und Hotellerie 22 Sport und Kultur 24 Schulen 26 Matten in Zahlen 28
Matten Grussbotschaft des Gemeindepräsidenten
Liebe Bürgerinnen und Bürger
Mit dieser Broschüre wollen wir einerseits Neuzuzügern unser Dorf und unsere Gemeinde vorstellen. Andererseits wird den «Alteingesessenen» sicher das eine oder andere in Erinnerung gerufen; vielleicht werden sie auch auf etwas aufmerksam, das ihnen bis jetzt verborgen blieb. Für alle Einwohner mag aber beim Blättern in der Broschüre zum Ausdruck kommen, welche Lebensqualität wir in Matten geniessen dürfen. Dazu zähle ich unsere bürgernahen Behör- den, die freundliche Gemeindeverwaltung, die transparente und direktdemokratische Gemeindeorganisation, aber auch das aktive und vielseitige Schaffen auf unserem Gemeindegebiet, die überwältigende Aussicht auf die Jungfrau, die Dorfbrun- nen mit frischem Quellwasser, die vielen alten Holzhäuser, die stilvollen Hotels aus der Pionierzeit des Tourismus sowie die Spazierwege. Der Gemeindepräsident 2 3 Kleiner Rugen Hohrugen In den Rüglenen Möösli Scheffelpavillon Ober Feld Rugen Tanzboden Waldegg Pfadfinderheim Reservoir Felsenegg Brauerei Bödeliblick Rosslauf Lindi Herti Senggi Juhei Öli Heimwehfluh In Bödmen Schlucht Wagneren Tellweg Beundenweg Reginaweg Jungfraublickallee Hauptstrasse P arkstrasse Birk enweg Klostergässli Hobachergässli Lärchenweg Oelestrasse Unterdorfstrasse Rütistrasse Schulgässli K esslergasse Rütigässli Metzgergasse Baumgartenstrasse Brunngasse Eyacheri Kirchgässli Fliederweg Gsteigstrasse Kreuzack erweg Hortensienweg Dahlienweg Nelkenweg Hertigässli Rosenweg Senggigässli Flurweg F eldgässli Hohlengässli Heimwehfluhstrasse W agnerenstrasse Rugenstrasse Ringweg Ringweg Mattenstrasse K upfergasse Alte Oelestrasse Wychelstrasse Hubelweg Kupfergasse Herziggässli Aegertenstrasse Juheigässli Aenderbergstrasse 1 9 8 23 2 19 20 13 3029 26 27 25 14 16 17 24 21 7 6 15 22 10 4 5 18 3 11 12 28 Übersichtsplan 1:10'000 3800 Matten bei Interlaken 0 N 100 200 300 400 500 m Legende 1 Gemeindeverwaltung/Abstimmungslokal 2 Werkhof 3 Post 4 Schulhaus Moos/Turnhalle 5 Schulhäuser Spüelimad/Chabismoos 6 Kindergarten Kesslergasse 7 Kindergarten Unterdorf 8 Kinderspielplatz Hertigässli 9 Kirchgemeindehaus (KGH) 10 Altersheim Rosenau 11 Eissportzentrum Bödeli 12 Tell-Freilichtspiele 13 Unspunnen-Festplatz 14 Hotel Alpina 15 Landgasthof Hirschen 16 Mattenhof Resort 17 Hotel Sonne 18 Hotel Tell 19 Waldhotel-Unspunnen 20 Gasthof Unspunnen 21 Balmer’s Herberge 22 Schulhotel Regina 23 Camping Jungfraublick + Balmer’s Tent 24 Freizeitpark Two Lake City (Eröffung 2009) 25 Heimwehfluhbahn und Restaurant Heimwehfluh 26 Trinkhalle am Kleinen Rugen 27 Ringweg (Clara von Rappard) 28 Seilpark in der Wagnerenschlucht im Rugen 29 Bierbrauerei Rugenbräu 30 Gewerbezentrum Wengelacher
Bushaltestellen Die Gemeinde Matten Unser Dorf Matten ist eine attraktive, übersichtliche, traditionelle Gemein- de, eingebettet in einer ausserordentlich schönen und vielseiti- gen Berg- und Seenlandschaft im Berner Oberland. Die Gemein- de liegt am Fuss des weltweit bekannten UNESCO-Welterbes «Jungfrau-Aletsch-Bietschorn». Matten kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückbli- cken. Hier wurden früh Grundsteine für bedeutende Entwick- lungen im Tourismus und Gewerbe gelegt. Obwohl Matten zur Agglomeration «Interlaken» gehört, konnte es seinen typisch ländlichen Charakter wahren. Die unzähligen sehenswerten 4 5 Häuser, Dorfbrunnen, Grünflächen sowie Landwirtschaftsbetrie- be mit weidenden Kühen und Pferden zeugen davon. Ein reges Vereinsleben, engagierte Schulen und ein vielseitiges Gewerbe tragen zur hohen Lebensqualität bei.
Entdecken Sie Matten – Überraschungen und stets Neues erwarten Sie. 6 Beundenhaus, Hauptstrasse 32 Ehemaliges Restaurant Sternen, Kupfergasse 1 (Inschrift im Südgiebel: 1732) Brunnen alte Unterdorfstrasse, im Hintergrund Küblihaus, alte Unterdorfstrasse 5 Metzgergasse 9 Simmenhaus, Dorfstrasse 2 (Inschrift im westlichen Giebel: 1756) Küblihaus, alte Unterdorfstrasse 5 (Inschrift am Laubenpfosten: 1573) Haus im Baumgarten, Brunngasse 21/23 (Inschrift im Giebel: 1599) Unterdorfstrasse 15 Metzgergasse 3/5 Mattenwirtshaus, Gasthof Hirschen, Hauptstrasse 11 (Wirtshausschild mit der Inschrift «Herein zum kühlen Wein 1666» in gemalter Fraktur) 7 Sphinx-Waffenfabrik Gewerbezentrum Wengelacher Bierbrauerei Rugenbräu Freizeitpark Two Lake City Heimwehfluhbahn Seilpark in der Wagnerenschlucht im Rugen 8 Camping Jungfraublick Gärtnerei Gosteli Greenfield-Festival auf dem Flugplatzareal Junge Gäste aus aller Welt vor Balmer‘s Herberge 9 Mehrfamilienhäuser, Kreuzackerweg Häuser von der Unterdorfstrasse aus gesehen 10 Kirchgemeindehaus, Herziggässli (Gesellschaftliches Zentrum) Einfamilienhäuser, Senggigässli Alterswohnungen, Kesslergasse 11 12 Geschichte Vorgeschichte Der Aaregletscher stiess während der letzten Eiszeit bis zum Jura vor. Nach dem Rückzug des Gletschers bildete sich von Meiringen bis Thun ein durchge- hender See, der Wendelsee. Der Lombach von Habkern her und die Lütschine lagerten Geschiebe im See ab. Diese beiden Schwemmgebiete wuchsen von Norden und Süden her zusammen und bildeten so das Bödeli, wie die Ebene zwischen den beiden Seen heute genannt wird. Steinzeit Erste Spuren von Besiedelung des Bödelis: Beilhammer mit kreisrundem Bohrloch, gefunden 1936, 200 m oberhalb der Ruine Weissenau. Bronzezeit Bronzeschwert, gefunden 1907 am Fuss der Heimwehfluh. Eisenzeit Kelten besiedelten das Gebiet. Davon zeugen zwei Grabfunde in Niederried, mit verzierten Armringen, Fibeln, Glasperlen, Ringlein. Römerzeit Römische Funde beim Zeughaus. 6.–7. Jahrhundert Das heutige Matten wurde im Frühmittelalter von Alemannen besiedelt. Vier Steinkistengräber auf dem Moosbühl in Matten und fünf Gräber auf dem Bühl hinter der Ruine Unspunnen zeugen davon. In den Gräbern fanden sich Kurzschwerte, Schilde, Feuerstein, Fibeln, Glasperlen und Ohrringe. Erstes schriftliches Dokument: Fredegar-Chronik aus dem 7. Jahrhundert nennt «laco Dunise» (Thunersee) und «Arola» (Aare). 1133 In einer Urkunde aus der Kanzlei des deutschen Kaisers Lothar III. in Basel wird erstmals der Name «lnterlacus Madon» genannt. Kaiser Lothar nimmt darin «die der heiligen Jungfrau Maria geweihten, im Bistum Lausanne in der Grafschaft Burgund gelegene Kirche zwischen den Seen im Ort, der gemein- hin Matten genannt wird», unter seinen Schirm. 1242 Erste urkundliche Erwähnung einer Schmiede mit Pintenrecht, wahrscheinlich am Standort des heutigen Mattenwirtshauses (Gasthof Hirschen). 13. Jahrhundert Im Raum Matten lag burgundisches Königsgut (1310 «Adelheidsgüter»); die hohe Gerichtsbarkeit über diese Güter war im 13. Jh. Reichslehen von Freiher- ren (Buchegg, Wädenswil) und deren Dienstleuten. Rechts der Lütschine befand sich der Einzugsbereich der Bäuert Bönigen, und rechts der Aare lag das 1279 gegründete Städtchen Unterseen, die oberste Stadt an der Aare. Den restlichen, grössten Anteil auf dem Bödeli, teilte sich in vier Bäuertgemeinden, nämlich zuoberst die Bäuert Wilderswil, dann die obe- re und mittlere Bäuert Matten und an der Aare die untere Bäuert Aarmühle, die zusammen den Gemeindeverband Matten bildeten. 14. Jahrhundert Durch Vergabung des Adels kam das Augustinerkloster Interlaken 1300–1310 in den Besitz von Gütern und der Vogtei in Matten. 1528 Die Berner Räte erliessen das Reformationsmandat, damit wurden die Matt- ner vom Kloster frei. Zusammen mit anderen Oberländer Gemeinden und den Unterwaldern wehrten sie sich gegen Bern im „Inderlappischen Krieg». Der Aufstand zerfiel aber kläglich, und die Oberländer mussten am 4. November 1528 auf der Höhematte den Treueschwur auf Bern leisten. 16. Jahrhundert Streit um die gemeinsamen Wälder und Allmenden zwischen den Bäuerten Aarmühle und Wilderswil. 1633 Ablösung von Wilderswil. 1669 Letzte und schlimmste Pestepidemie im Oberland, der auch viele Mattner zum Opfer fielen. 1759 Im Burgerrodel wird der erste Lehrer namentlich erwähnt: Christian Brunner. Nach mündlicher Überlieferung unterrichteten die ersten Schulmeister im eigenen Wohnhaus. 1764 372 Einwohner 1805 Erstes Eidgenössisches Alphirtenfest auf der Unspunnenmatte im Wengel- acher. 1825 Arbeitsvergabe für das erste Mattner Schulhaus, das Brunnenhaus. Die zweite Wirtschaft, der Sternen, wurde im Dorfzentrum eröffnet. Der Sternen blieb bis zu seiner Schliessung im Jahre 1987 im Besitz der Familie Zwahlen und war dank dem schönen Saal ein wichtiges kulturelles und gemeindepolitisches Zentrum. 1831 Die neue Kantonsverfassung führte zur Gründung der Einwohnergemeinde. Sie löste die alten mittelalterlichen Strukturen ab. Die Einwohnergemeinde übernahm die gesamte Verwaltung im Zusammenhang mit den Einwohnern und besass die Gebiets- und die Steuerhoheit. Die Bäuert- oder Burgerge- meinden verloren ihre bisherige Bedeutung als Trägerschaft der Gemeinde und hatten ihre Aufgabe in der Verwaltung und Bewirtschaftung ihrer Güter zum Wohle der Allgemeinheit. 1834 Erste getrennte Versammlung von Einwohnergemeinde und Burgergemeinde. 13 1838 Trennung des Dorfteils Aarmühle (heute Interlaken) von der Bäuert Matten durch die Berner Regierung ausgesprochen. Der bäuerliche, grössere und wirtschaftlich mächtigere Dorfteil Matten überstimmte die Bäuert Aarmühle mit ihren vielen nicht stimmberechtigten Hintersassen an den Gemeindever- sammlungen im Mattenwirtshaus, was die Burger von Aarmühle zusehens erboste und schliesslich zur Trennung führte. 1850 795 Einwohner 1863 Conrad von Rappard baute auf dem Sattlerhübeli die Pension «Jungfrau- Blick» (eröffnet 1839) zum ersten Grandhotel in Matten um. Das Hotel Jungfraublick (heutiges Schulhotel Regina) wurde zusammen mit der Trink- halle und dem Ringweg im Rugen zum Zentrum der im letzten Jahrhundert beliebten Molkenkuren. 1866 Gründung der Bierbrauerei Rugenbräu. 1869 Im Rugen wurde das erste Wasser-Reservoir in Betrieb genommen und diente vorwiegend den Hotels für den aufkommenden Fremdenverkehr. 1869/70 Mit einer Pension legte Christian Roth den Grundstein zum zweiten Mattner Grandhotel, dem Mattenhof, der im Zweiten Weltkrieg als Militärspital requi- riert wurde. Häufiger Besucher war General Guisan. 1873 Es wurde der Bau eines neuen Schulhauses in der Pfandstatt beschlossen. Heute beherbergt es eine Kindergartenklasse und Wohnungen. 1900 1603 Einwohner 1906 Im Moosbühl-Steinbruch, der für den Bau des grossen Schulhauses und der katholischen Kirche Interlaken abgetragen wurde, kamen zum zweiten Mal Alemannen-Gräber zum Vorschein, die auf das 6.-7. Jh. n. Chr. datiert werden. Bau der Heimwehfluhbahn mit Aussichtsrestaurant. 1907 Einweihung des grossen Schulhauses auf dem Moos, in dem anfänglich neben den Klassen auch noch eine Uhrensteinschleiferei und später die Gemeinde- verwaltung untergebracht waren. 1909 Erstellen eines eigenen Leitungsnetzes für die Dorfbrunnen von Matten. Gespiesen werden sie noch heute von einer eigenen Quelle in Wilderswil. 1912 Der Dramaturgische Verein Interlaken brachte Schillers «Tell» auf die Na- turbühne im Rugen, nachdem der Mattner Oberlehrer August Flückiger mit seinen Schüler-Vorstellungen die Initialzündung dazu gegeben hatte. Ab 1939 Der Flugplatz wurde gebaut und brachte Matten viele Arbeitsplätze. Die Eröffnung fand 1941 statt. Es setzte eine rege Bautätigkeit ein. Ab 1945 Touristischer Aufschwung führte zum baulichen Zusammenwachsen von Matten und Interlaken. 1950 2183 Einwohner 1970 Einweihung des Schulhauses Spüelimad. 1979 Einweihung des Kirchgemeindehauses, an dessen Bau sich auch die Einwoh- nergemeinde beteiligt hatte. 1979 Eröffnung der Kunsteisbahn. 1993 Einweihung des Werkhofes am Hohlengässli. 1999 Einweihung der Schulanlage Chabismoos. 2000 70% der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnten an einer Gemeindever- sammlung weitere Abklärungen für eine Fusion mit Interlaken und Unterseen ab. 2000 3671 Einwohner 2003 Matten bekommt ihre eigene Sekundarschule. 2003 Eröffnung des Mystery Parks (Schliessung 2006). 2005 Ein Hochwasser überschwemmte grosse Teile des Dorfes. 2006 200 Jahre Unspunnenfest. 2008 875 Jahre Matten. Die Jungfrau von der Trinkhalle aus gesehen. Unser Wahrzeichen und imposantes Bergmassiv ist der wichtigste Anziehungspunkt für die ganze Region. Ein wunderschönes und unverwechselbares Merkmal, das die Natur uns geschenkt hat. Das Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn-Gebiet ist seit 2001 ein Unesco- Welterbe. Das politische Matten Die Einwohnergemeinde – gelebte Demokratie Zur Einwohnergemeinde gehören alle in Matten wohnhaften Personen. Sie ist zuständig für diejenigen Aufgaben, welche nicht vom Kanton oder Bund übernommen werden. Das Or- ganisationsreglement (OgR) regelt die politische Arbeit in der Gemeinde. Die Stimmberechtigten bilden das oberste politische Organ. Im ersten beziehungsweise im zweiten Halbjahr findet jeweils eine ordentliche Gemeindeversammlung statt. An der Gemeindever- sammlung üben die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar ihre demokratischen Rechte aus. Nebst der Abnahme der Gemeinde- rechnung und der Beschlussfassung über das Gemeindebudget werden weitere Vorlagen beraten und beschlossen. Zudem wählt die Versammlung die Mitglieder der ständigen Kommis- sionen. Mindestens der zehnte Teil der Stimmberechtigten kann mit einer Initiative die Behandlung eines Geschäftes verlangen (OgR Artikel 17 ff.). Das politische Leben in Matten ist geprägt vom Engagement der Bürger und Bürgerinnen. Sektionen der Freisinnig-Demo- kratischen Partei (FDP), der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Sozialdemokratischen Partei (SP) nehmen aktiv an der politischen Meinungsbildung teil und nominieren die Kandida- tinnen und Kandidaten für den Gemeinderat, das Gemeindeprä- sidium sowie für die Kommissionen. Der Gemeinderat – die «Dorfregierung» Der Gemeinderat besteht aus sieben Mitgliedern und wird vom Gemeindepräsidenten geführt. Für eine Amtszeit von vier Jahren werden an der Urne sechs Mitglieder des Gemeindera- tes (Proporz) und der Gemeindepräsident (Majorz) gewählt. Sie leiten folgende Ressorts: - Bau und Planung - Finanzen und Steuern - Schule - Sicherheit - Soziales - Wirtschaft, Tourismus- und Kultur Der Gemeinderat steht der Gemeindeverwaltung vor. Insgesamt sieben ständige Kommissionen beraten über Geschäfte und nehmen Anliegen der Bevölkerung auf. Die Gemeindeverwaltung – das Dienstleistungszentrum Die Gemeindeverwaltung befindet sich gut erreichbar an der Baumgartenstrasse 14. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeschreiberei, der Finanz- und der Bauverwaltung stehen der Bevölkerung mit Rat und Tat zur Verfügung. Die In- ternetseite www.matten.ch stellt rund um die Uhr ein umfang- reiches Dienstleistungsangebot zur Verfügung. Zusammenarbeit in der Region Verschiedene Aufgaben werden mit den Nachbargemeinden Interlaken und Unterseen («Bödeli-Gemeinden») gemeinsam wahrgenommen – Beispiele sind: Feuerwehr, Abwasserreini- gung, AHV-Zweigstelle, Jugendarbeit, Musikschule, Tourismus, Kongresswesen, Industrielle Betriebe, Soziale Dienste. Bei Ka- tastrophen und Notlagen unterstützt die Regionale Führungs- organisation (RFO Bödeli) die Behörden und Wehrkräfte der elf angeschlossenen Gemeinden. Weitere gemeinsame Einrichtungen sind das Eissportzentrum Bödeli in Matten und das Bödeli-Bad in Unterseen.
Die Regionalkonferenz Oberland-Ost nimmt verschiedene Auf- gaben wahr in den Bereichen Richtplan, Gesamtverkehr und Siedlung, Entwicklungsstrategie und Förderprogramme. Die Burgergemeinde – der Ursprung Die Burgergemeinde gilt als Mutter der Einwohnergemeinde. Bis 1834 hat sie allein die Geschicke der Gemeinde geleitet. Die Mattenburger sind in Matten heimatberechtigt und können vom so genannten Burgernutzen profitieren. Die Burgergemein- de ist zudem bemüht, das historische Erbe und die Tradition zu pflegen. Ihr oberstes Organ ist die Burgergemeindeversamm- lung. 16 17 Organigramm Matten Urnenwahl alle 4 Jahre wählt Werden unterstützt von der wählt Spezialkommissionen Gemeinderat (7 Mitglieder) Gemeindepräsident (Majorzwahl) 6 Gemeinderäte (Proporzwahl) Gemeindeverwaltung Gemeindeschreiberei Finanzverwaltung Bauverwaltung Gemeindeversammlung tritt mindestens zweimal jährlich zusammen Ständige Kommissionen Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission Bau- und Planungskommission Finanz- und Steuerkommission Sozialkommission Sicherheitskommission Schulkommission Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturkommission 18 Wirtschaft
Landwirtschaft Die Landwirtschaft war seit der Besiedelung des Gemeinde- gebietes für Matten prägend. Noch heute zählen wir sieben eingetragene Landwirtschaftsbetriebe. Diese Betriebe, zusam- men mit zahlreichen Landwirten im Nebenerwerb, sorgen dafür, dass wir in unserer Gemeinde die Naturverbundenheit und den ländlichen Charme auch in Zukunft nicht verlieren. Angenehmer Nebeneffekt sind die vielen ökologisch wertvollen Produkte, welche oft direkt beim Landwirt gekauft werden können. Aus der Landwirtschaft hervor gingen zweifellos auch die heuti- gen Kutschenbetriebe. Handwerk Als Dienstleistungsbetrieb für die Landwirte mit ihren Arbeits- pferden und Wagen entstand schon 1683 eine Schmiede. Noch heute besteht eine solche, jedoch nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort hinter dem Gasthof Hirschen. Neben Reparaturen und Verkauf von landwirtschaftlichen Maschinen, ist das Beschlagen der vielen Freizeitpferde immer noch eine Hauptbeschäftigung. Nebst diesem ursprünglichen Handwerk befinden sich in Mat- ten noch Schreinereien, Zimmereien, Hoch- und Tiefbaufirmen, Malereien, Schlossereien, Bodenleger, Bäckereien, Metzgerei, Gärtnerei und ein Holzbildhauer. Diese Fülle an Betrieben las- sen den Schluss zu, dass in Matten Handwerk guten Boden hat.
Gewerbe Matten hat eine Vielzahl von Dienstleistungsbetrieben vom Arzt über mehrere Coiffeure, Fahrschulen, Treuhandbüro, Bank, Post etc. Das Automobil und andere mechanische Geräte haben auch hier zur Veränderung der Gewerbelandschaft geführt. Werden doch im Gewerberegister über zehn Betriebe aufge- führt, welche sich der Problematik der Mechanisierung unserer Gesellschaft stellen. Viele Gewerbebetriebe liessen sich im Gewerbezentrum Wengelacher nieder, welches im Jahre 1991 erstellt wurde. Die Mattnerinnen und Mattner schätzen sich glücklich, über ein breites Angebot an Einkaufsmöglichkeiten zu verfügen. Ein regelrechter «Boom» erlebte das Gewerbe rund um die Frei- zeitgestaltung. Gegen zwanzig Betriebe leben heute von Sport und Abenteuer welche den Einheimischen, aber auch vor allem den Touristen angeboten werden. Industrie Leider sind die Arbeitsplätze, welche Industriebetriebe anbieten, in den letzten Jahren durch die Schliessung des Militärflugplat- zes und des Zeughauses massiv gesunken. Es bleibt zu hoffen, dass die freigewordenen Areale raschmöglichst wieder mit Betrieben besetzt werden, welche dieses Loch etwas zu füllen vermögen. Stolz sind wir hingegen auf die einzige Brauerei im Berner Oberland, die Rugenbräu. Zwei kleinere Industriebetriebe haben sich ebenfalls national, wie international einen hervorra- genden Ruf erarbeitet. Es sind dies die Sphinx-Waffenfabrik und die Firma Ingold Industriebedarf. Zudem ist Matten Standort des Importeurs für Lowa-Produkte. 19 20 21 Tourismus und Hotellerie Matten, das seit bald hundert Jahren in der Tourismus Organi- sation Interlaken integriert ist, bietet seinen vielen Gästen ein reichhaltiges Angebot an touristischen Attraktionen in einer einmaligen Landschaft. Matten ist ein idealer Ausgangspunkt, um unsere Bergwelt zu besuchen und die Seen zu geniessen. Den jungen Gästen wird an der Hauptstrasse ein schier uner- schöpfliches Programm an Event- und Outdoor-Programmen angeboten. Die Heimwehfluh, als bekannter Aussichtspunkt, bietet Familien mit seiner Modelleisen-Bahn beste Unterhaltung. Die Tell-Frei- lichtspiele werden seit 1912 jeden Sommer mit grossem Erfolg aufgeführt und erfreuen seit Generationen die Traditionen der schweizerischen Geschichte. Diverse gepflegte Ferienwohnungen wie auch der Campingplatz Jungfraublick gehören selbstverständlich zu unserem Angebot, wie auch die Hotellerie langjährige Traditionen pflegt und in den sieben Hotels Gäste aus nah und fern willkommen heisst. Die Balmer’s Herberge in Matten ist seit Jahrzenten weltbe- kannt und beherbergt jedes Jahr Tausende junge Menschen aus allen Kontinenten. Die Trinkhalle mit ihrer phantastischen Aussicht ist idealer Ort für Partys und Feste und erfreut sich grosser Beliebtheit. Hotel Alpina Hotel Sonne Landgasthof Hirschen Hotel Tell Balmer’s HerbergeWaldhotel Unspunnen 23 Mattenhof Resort Sport und Kultur Vereinsleben Matten hat ein aktives und lebendiges Vereinsleben. Mehr als zwanzig Vereine mit den verschiedensten Ausrichtungen bereichern unser Dorfleben. Dazu kommen unzählige regionale Angebote in den Nachbardörfern. Auf unserer Website www.matten.ch sind sämtliche aktuellen Vereine aufgeführt. Sportanlagen Die Schule Matten verfügt über zwei grosszügige Turnhallen und Aussensportanlagen. Das Eissportzentrum Bödeli mit Eisho- ckey, Eiskunstlaufen und Curling ist seit vielen Jahren national und international bestens etabliert. Das Tellspiel Seit 1912 wird das Schauspiel «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller im Rugenwald in Matten inszeniert. Dank der gedeck- ten Tribüne mit rund 2’300 Sitzplätzen können die Spiele bei jeder Witterung vor einer grossartigen Naturkulisse aufgeführt werden. Grossanlässe Das bekannte Unspunnenfest findet alle 12 Jahre auf Mattner Gemeindegebiet statt. Auch das rockige Greenfield-Festival und das Trucker & Country-Festival locken jedes Jahr Tausende von Menschen nach Matten. Clara und Conrad von Rappard Eine der bekanntesten Malerinnen des 19. Jahrhunderts war die Hotelierstochter Clara von Rappard. Ihr Vater, Conrad von Rappard, war der Erbauer des heutigen Schulhotels Regina, der Trinkhalle im Kleinen Rugen und des Hotels Giessbach am Bri- enzersee. Auf Tafeln wird auf dem Ringweg im Rugen, der auch von Conrad von Rappard erbaut worden war, auf das Leben und Wirken dieser zwei berühmten Mattner hingewiesen. 24 25 Volksschule Die Schule Matten ist seit dem Jahr 2003 eine zweireihige Ge- samtschule. Die Kinder durchlaufen hier alle Schuljahre vom Kindergarten bis zur obligatorischen Schulentlassung. Die Schule besteht aus 3 Kindergärten, 2 Schulhäusern mit Klassen- zimmern, 2 Spezialtrakten und 2 Turnhallen. Zur Zeit besuchen rund 400 Schülerinnen und Schüler die Schule Matten. Sie werden von 45 Lehrpersonen unterrichtet. Besonders stolz sind wir auf unsere im Jahre 2002 vom Kanton ausgezeichnete Mediothek. Mehr über die Schule Matten erfahren Sie auf der im Jahre 2008 prämierten Schulwebsite www. schulematten.ch. Zum Bildungsangebot gehört auch die Musikschule Oberland Ost, aber auch Vereine, welche den Kindern verschiedene Frei- zeitmöglichkeiten anbieten. Schulen 26 Weiterführende Schulen Von der Quarta an können die Jugendlichen eines der drei Gymnasien in Interlaken oder Thun besuchen. Das Bildungs- zentrum Interlaken (BZI) bietet die Grundausbildung für 20 Berufe an. Als Besonderheit kann Matten seit 1981 in den Räumen des ehemaligen Hotels Regina ein Schulhotel der hotelleriesuisse (vormals Schweizer Hotelier-Verein) anbieten, in dem junge Leute aus der ganzen Schweiz die Berufsfachschule für Grund- bildungen im Gastgewerbe besuchen.
27 28 Zahlen und Fakten (per 1.1.2008) Gesamtfläche 592 ha davon Wald und Gehölz 337 ha davon Bauzone 139 ha (12 ha noch nicht überbaut) Einwohner 3’747 Tiefster Punkt 563 m.ü.M. (Talstation Heimwehfluh) Höchster Punkt 1’530 m.ü.M. (Aenderberg) Struktur der Erwerbstätigen 4% Landwirtschaft 20% Industrie 76% Dienstleistungen Steueranlage 1.90 Liegenschaftssteuer 1.50‰ des amtlichen Wertes Impressum Herausgeber Einwohnergemeinde Matten Baumgartenstrasse 14 Postfach 52 3800 Matten T 033 826 50 11 F 033 823 51 87 info@matten.ch www.matten.ch Auflage 1. Auflage 4’000 Ex. August 2008 Konzept und Gestaltung Martin A. Moser, Moser Graphic Design Verfasser Kommission für Wirtschaft, Tourismus und Kultur der Gemeinde Matten: - Bruno von Allmen - Sandra Flück - Werner Gartenmann - Fredy Lanker - Thomas Meier - Hans-Peter Seiler Fotos Thomas Meier Martin A. Moser Josef Erni Quellenangaben Historisches Lexikon der Schweiz Hans Zwahlen: Mattenbuch Druck Schläfli & Maurer, Interlaken Umschlag Doppelbrunnen vor dem Simmenhaus Seite 1 Eingang zur Trinkhalle am Kleinen Rugen

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Hohlengässli 3
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Tel 033 822 40 46
Fax 033 822 40 46
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